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Übersicht
Das
Relief
Die
Landschaftdräume
Die
Flüsse
Die
Regionen
Der offizielle Name Mexikos lautet
Estados Unidos Mexicanos. Geographisch gehören
bis auf die Halbinsel Yucatán und das Hochland von
Chiapas alle Teile zu Nordamerika, auch wenn Mexiko (wegen
seiner wirtschaftlichen Entwicklung) meist als mittelamerikanischer
Staat gesehen wird. Das Land hat eine Fläche von 1.958.301
km². Im Vergleich zu den nördlichen Nachbarn USA
und Kananda erscheint Mexiko auf der Karte zwar recht klein,
es besitzt aber immerhin etwa fünfeinhalb mal die Fläche
Deutschlands. Die geographische Lage, 14°14' bis 32°42'
nördlicher Breite und 88°48' bis 117°7' westlicher
Länge, entspricht nach den Breitengraden etwa dem nördlichen
Afrika. Die Dimensionen des Landes sollte man nicht unterschätzen,
beträgt die größte Nord-Süd-Ausdehnung
doch immerhin etwa 1500km, in Ost-West-Richtung fast 2000km,
und von der Grenze zwischen den USA und Baja California bis
ans Südende Yucatáns sind es sogar über 3000km.
Die engste Stelle, der Isthmus von Tehuantepec misst nur 220km
Breite bei einer maximalen Höhe von 250m über dem
Meeresspiegel. Durch die Mitte des Landes verläuft der
nördliche Wendekreis (23,5°).
Das Land, das den Südteil des nordamerikanische Kontinents
bedeckt, wird im Westen vom Pazifik, im Osten vom Golf von
Mexiko und vom Karibischen Meer begrenzt. Am Pazifik erstreckt
sich die Küste über eine Länge von 7335 km,
entlang des Atlantik sind es 2805 km.
Das Relief Mexikos ist durch Gebirgsfaltung, Bruchbildung
und starken (teilweise auch heute noch aktiven) Vulkanismus
entstanden. Die dadurch geformte Oberfläche hat sehr
unterschiedliche Naturräume hervorgebracht.
Das Relief:
Mehrere Gebirge durchziehen das Land, weshalb mehr als die
Hälfte Mexikos in Höhen von mehr als 1000 Metern
liegt. Die Sierra Madre Occidental, entlang der Westküste,
und die Sierra Madre Oriental, entlang der Golfküste,
fallen steil zum Meer hin ab und vereinigen sich in der Sierra
Neovolcanico, einer auch heute noch aktiven vulkanischen Zone.
Zwischen diesen beiden Cordilleren liegen das zentrale Hochland
Mexikos (ein Hochplateau) und weiter nördlich die Sierra
del Norte. Im Süden schließt an die Sierra Neovolcanico,
die eine durch die vulkanischen Ablagerungen sehr fruchtbare
Beckenlandschaft ist, die Sierra Madre del Sur an. Die flachste
Stelle Mexikos ist der Isthmus von Tehuantepec, nur 200 km
breit und maximal 350 Meter hoch. Südlich davon schließt
sich wieder eine seismisch und vulkanisch sehr aktive Zone
an: Das Hochland von Chiapas, ein Teil der Cordillera Centroamericana,
liegt zwischen der Nord- und Mittelamerikanischen Platte.
Die größte seismische Aktivität liegt im über
6000 Meter tiefen Mittelamerikagraben, der sich direkt vor
der Pazifikküste Mexikos entlangzieht.
Mexikos höchste Berge sind der Pico de Orizaba (5639
Meter), der Popocatépetl (5452 Meter), und der Ixtaccihuatl
(5286 Meter). Dagegen ist die gesamte Halbinsel Yucatán
eine flache Ebene, die nicht mehr als 150 Meter, in der gesamten
nördlichen Hälfte sogar nicht mehr als 40 Meter
aus dem Meer herausragt.
Die Landschaftsräume:
Das mexikanische Hochland:
Den größten Teil des Landes nimmt das mexikanische
Hochland ein, welches sich über den gesamten nördliche
und mittleren Teil Mexikos erstreckt. Zwischen der Sierra
Madre Occidental im Westen und der Sierra Madre Oriental im
Osten steigt das Land von etwa 900 Metern bis auf eine Höhe
von 3000 Metern an. Diese Hochebene gliedert sich in mehrere
Becken, die von Bergketten und Schluchten begrenzt werden.
Niederschläge erreichen diese Hochebene fast nur in der
Regenzeit, in der sich dann die Täler zu reissenden Abflussbecken
verwandeln.
Das nördliche Hochland:
Das Erscheinungsbild des nördlichen Hochlands wird hauptsächlich
von breiten Senken geprägt, die teilweise keine Abfluss
zum Meer haben wie die Bolsones Mapimí und San Luis
Potosí. Das Gelände liegt in Höhenlagen zwischen
900 und 1200 Metern und ist von Sanddünen, Salzsteppen,
teilweise auch Seen und Schwemmland bedeckt. In dieser Gegend
hat man viele Bodenschätze wie Gold, Silber, Blei, Zink,
Quecksilber, Kohle, Eisen und Ölschiefer gefunden. Zum
Abtransport der Rohstoffe dienen Strassen und Bahnlinien,
die die Bergketten durchschneiden und eine Verbindung zu den
Handelszentren in Mexiko und den USA herstellen. Eine Reihe
von Flüssen entspringt in der Sierra Madre Occidental
(Conchos, Nazas, Aguanaval ...), die durch Verdunstung und
Bewässerung aber bereits viel von ihrer Wassermenge verlieren.
Das südliche Hochland:
Auch das südliche Hochland besteht aus grossen Talbecken,
die durch Bergketten und Vulkangipfeln voneinander getrennt
werden. Da einige dieser Becken, die sich in Höhen von
etwa 1500 bis 2600 Metern befinden, keinen Abfluss besitzen,
haben sich Seen, Sümfe und heisse Quellen gebildet. Die
grössten Seen sind der Chapala, Cuitzeo und Pátzcuaro,
bekannte Talbecken die von Toluca, Mexiko und Puebla. Drei
grosse Flusssyteme entwässern ins Meer: Mezcala-Balsas
aus dem Puebla-Becken, aus dem Gebiet westlich von Mexiko
der Rio Lerma-Rio Grande de Santiago und Moctezuma-Pánuco
aus dem Mexiko-Becken. Das Land ist teilweise sehr fruchtbar
und war schon in vorspanischer Zeit stark bevölkert.
Der Vulkangürtel (Sierra Neovolcanico):
In der Mitte des Landes zieht sich eine Vulkankette von der
Pazifikküste zum Golf von Mexiko und trennt den nördlichen
Teil vom südlichen. Die höchsten Gipfel des Landes
befinden sich in diesem Gebiet: Der Pico de Orizaba (5700m
NN), der Popocatépetl (5452 m NN), der Iztaccíhuatl
(5286 m NN), der Nevado de Toluca (4575 m NN) und der Matlalcuéyetl
(4461 m NN). Durch Erosion ist vor allem die Südseite
dieser Bergkette stark zerklüftet.
Sierra Madre Occidental (westliche S.M.):
Die Sierra Madre Occidental hat eine Länge von 1100 km
und eine Breite von etwa 160 km. Sie erstreckt sich von Nord-West
nach Süd-Ost in Höhenlagen zwischen 1800 und 3000
Metern. Ledigliche zwei grossen Strassenverbindungen und eine
Eisenbahnlinie führen über diese natürliche
Barriere und verbinden das Hochland mit der Ebene von Sonora.
Die Flüsse, die in diesem Gebirge entspringen, dienen
zum Teil der Bewässerung des Hochlandes, auf der westlichen
Seite fliessen sie in den Pazifik.
Sierra Madre Oriental (östliche S.M.):
Die Sierra Madre Oriental erhebt sich aus einer relativ niedrigen
Hügelkette im Gebiet des Rio Grande, steigt aber südlich
von Monterey auch bis in Höhen von 2100 bis 3000 Metern
auf.
Nordpazifische Region:
Festland:
Die Nordpazifikregion umfasst neben der Halbinsel Baja California
die Ebene von Sonora bis an die Grenze zu den USA. Diese Gegend,
die von leichten Bergketten und flachen, breiten Tälern
geprägt wird, entstand im mittleren und späten Terziär.
Der Küstenstreifen ist meist gerade und flach, an einigen
Stellen findet man auch von Felsen umgebene Buchten und Lagunen.
Die wichtigsten Flüsse sind der Río Sonora und
der Río Colorado. Der Süden des Landes ist fruchtbarer
als der Norden, hier wir Obst, Gemüse, Zuckerrohr, Baumwolle,
Weizen und Reis angebaut. Im Nordosten dominiert der Kupferbergbau.
Halbinsel Baja California:
In der Kreidezeit und dem Terziär entstand diese 1250
km lange und nur 90 km breite Formation. Die Halbinsel wird
aus einer Bergkette gebildet, deren Gipfel im Durchschnitt
1500 m hoch sind, einige aber auch über 3000 Meter. Neben
einigen Hochebenen findet man auch an der Küste mehrere
flache und breite Streifen. Das ganze Gebiet ist sehr trocken.
Die Küsten verfügen über viele Buchten.
Golfküste:
Golfküste:
Entlang der Küste des Golf von Mexiko erstreckt sich
meist flacher, teilweise von leichten Hügeln geprägter
Landstrich, der Höhenlagen von 200 m NN kaum überschreitet.
Von einer breiten Ebene im Norden verengt sich dieser Landschaftsraum
richtung Süden allmählich durch die Ausläufer
der Sierra Madre Oriental bis auf eine maximale Breite von
etwa 15 km im Bundesstaat Veracruz. Lagunen und Sümpfe
(besonders in den Mündungsgebieten der Flüsse),
aber auch lange Strände und Sandbänke bestimmen
das Küstenbild. Die Golfküste besitzt, da es kaum
felsige Abschnitte gibt, kaum natürliche Häfen.
Als Hafen hatten nur Flussmündungen Bedeutung, wo dann
auch die größeren Städte entstanden.
Halbinsel Yucatan:
Eine der geologsch jüngsten Regionen Mexikos ist die
Halbinsel Yucatan, welche im Miozän entstand. Sie hat
eine maximale Breite von 450 km und eine Länge von etwa
600 km. Der größte Teil des Landes ragt kaum 30
m aus dem Wasser heraus, nur in der Mitte - an der Grenze
zu Guatemala - erreichen einige Hügel knapp 150 Meter.
Die vom Urwald überwucherte Halbinsel besteht aus einer
riesigen Kalsteinplatte. Die Tatsache, dass es praktisch keine
Flüsse gibt, begründet sich dadurch, dass die Nierderschläge
schnell im porösen Kalkgestein versickern. Im Laufe der
Jahrtausende haben sie Höhlen und unterirdische Flusssysteme
geschaffen. An einigen Stellen brach die Höhlendecke
ein - die auf diese Weise entstandenen Wasserlöcher werden
Cenotes genannt und dienten der Urbevölkerung als Quellen,
weshalb auch die meisten Mayastädte an Cenotes zu finden
sind. Während die Golfküste Yucatans noch weitgehend
von Sandbänken, Lagungen und Mangrovensümpfen bestimmt
wird, finden sich auf der karibischen Ostseite einige Korallenriffe.
Südmexiko
Das südliche Mexiko umfasst das Gebiet unterhalb des
Vulkangürtel bis an die Grenze zu Guatemala, eine 1500
km lange und etwa 350 km breite gebirgige Region.
Hochland von Chiapas:
Der größte Teil des Hochland von Chiapas liegt
in Höhen von knapp 2000 Metern, schon kurz nach der Küste
(40 km) werden Höhen von 1500 Metern erreicht. Die Hauptgipfel
überragen die 3000-Meter-Grenze (Vulkan Tacana: 4093
m). Zwischen zwei großen Gebirgszügen liegt ein
Hochplateau mit dem Presa La Angostura. Bis vor einigen Jahrzehnten
war das Hochland eine wegen fehlender Verkehrswege kaum zugängliche
Region .
Isthmo de Tehuantepec:
Zwische Hochland von Chiapas und Sierra Madre del Sur befindet
sich diese Landenege, die an ihrer schmalsten Stelle nur 225
km breit und kaum über 200 m hoch ist. Durch dieses leicht
hüglige Land, das die Verbindung zwischen zwei hohen
Gebirgen darstellt, wollte man schon seit Jahrhundeten einen
Kanal bauen, um eine Verbindung zwischen Pazifik und Atlantik
herzustellen. Umgesetz wurde dieser Plan bis jetzt allerdings
nicht.
Sierra Madre del Sur:
Die Sierra Madre del Sur ist ein System aus weitgehend über
2000 m hohen Gebirgskämmen, die wiederum von tiefen und
schmalen Tälern durchschnitten werden. Im Süden
grenzt die Sierra an den Istmo de Tehuantepec, im Norden schließt
sie an die Talebene des Rio Balsas und endet schließlich
am Vulkangürtel. In dieser gebirgigen Landschaft finden
sich praktisch keine ebenen Flächen. Auch heute ist die
Erschließung des Gebietes (zum Glück) teilweise
noch schlecht: Nur wenige Strassen überqueren die Berge,
eine Eisenbahnlinie gibt es gar nicht. Durch dise Abgeschiedenheit
konnten sich einige Indianerstämme ihre alten Kulturen
bewahren.
Flüsse
Die meisten Flüsse Mexikos sind sehr kurz und fließen
auf direktem Weg in den Pazifik oder Golf von Mexiko. Darüberhinaus
sind die Wassermenge innerhalb des Landes sehr ungleich verteilt.
Die südlichen Staaten sind durch das tropisch-feuchte
Klima ausreichend versorgt, der Norden hingegen ist weitgehend
trocken und selbst der mit 2800 km längste Fluß
des Landes, der Rio Bravo (Grenzfluß zwischen Mexiko
und den USA, dort Rio Grande genannt) führt sehr wenig
Wasser. Entsprechend wenige große Seen gibt es. Die
größten sind Chapala, Pátzcauro und Cuitzeo.
Wasser ist im Norden des Landes sehr kostbar.
Regionen:
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