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Staatsform:
Seit 1917 ist Mexiko eine föderative Republik aus 31
Bundesstaaten, die sich mit der Verfassung von Queretaro zu
den Estados Unidos Mexicanos zusammenschlossen. Die einzelnen
Staaten verfügen über eine eigene Verfassung und
Gesetzgebung, weiterhin besitzen sie die Steuerhoheit. Jeder
Staat ist wiederum in Kreise gegliedert mit kommunaler Verwaltung.
Präsident:
Der mexikanische Präsident ist mit hohen Machtbefugnissen
ausgestattet: Er ist oberster Befehlshaber der Streitkräfte
und Regierungschef. Seine Amtszeit beträgt 6 Jahre, ein
Wiederwahl ist nicht möglich. Er wird direkt vom Volk
gewählt.
Der Kongeß besteht aus 2 Kammern: Dem Senat und dem
Abgeordnetenhaus. Der Senat besteht aus 128 Mitgliedern, je
2 Vertretern jedes Bundesstaates. Dem Parlament gehören
400 Abgeordnete an, die direkt vom Volk nach einem relativen
Mehrheitswahlrecht gewählt werden.
Parteien:
Bis zur Amtszeit von Jose Lopez Portillo (1976-82) herrschte
in Mexiko ein Einparteiensystem. Da in der PRI ("Partido
Revolucionario Institucional") Probleme aber sehr offen
diskutiert wurde, hat dieses System aber lange Zeit wahrscheinlich
für mehr innere Stabilität im Land gesorgt als in
anderen lateinamerikanischen Staaten. Die PRI war bekannt,
alle Krisen unter Kontrolle zu bringen (natürlich auch
auf negative weise und mit Gewalt), und auch nach Zulassung
anderer Parteien unter Präsident Portillo bliebt die
PRI stärkste Kraft im Lande. Diesen Zustand verdankte
sie wohl vor allem der starken Korruption und Vetternwirtschaft,
die auch heute noch oft den Ton angibt.
Weitere Parteien sind:
Die PAN, Partido de Accion Nacional, eine konservativ
und wirtschaftlich leberale Partei. Die meisten ihrer Anhänger
finden sich unter der wirtschaftlich besser gestellten Bevölkerungsschicht,
die sich vor allem im nördlichen Mexiko befindet.
Die PSM, Partido Socialista Mexicana, und die PCM, Partido
Communista Mexicana. Sie ist die älteste kommunistische
Partei Lateinamerikas.
Weitere Parteien: FDN, PRD, PT, PVEM, PPS, PIC
Mexiko
- ein Land zwischen Nord- und Südamerika:
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Bundesstaaten
|
| Staat |
Fläche
(km²)
|
Bevölkerung
(in Tsd)
|
| Aguascalientes |
5471
|
720
|
| Baja California Norte |
69921
|
1658
|
| Baja California Sur |
73475
|
317
|
| Campeche |
50812
|
529
|
| Chiapas |
74211
|
3204
|
| Chihuahua |
244938
|
2440
|
| Coahuila |
149982
|
1971
|
| Colima |
5191
|
425
|
| Distrito Federal |
1479
|
9816
|
| Durango |
123181
|
1352
|
| Guanajuato |
30491
|
3980
|
| Guerrero |
64281
|
2622
|
| Hidalgo |
20813
|
1881
|
| Jalisco |
80836
|
5279
|
| Estado de México |
21355
|
9816
|
| Michoacán |
59928
|
3534
|
| Morelos |
4950
|
1195
|
| Nayarit |
26979
|
816
|
| Nuevo León |
64924
|
3086
|
| Oaxaca |
93952
|
3022
|
| Puebla |
33902
|
4118
|
| Querétaro |
11449
|
1044
|
| Quintana Roo |
50212
|
494
|
| San Luis Potosí |
63068
|
2002
|
| Sinaloa |
58328
|
2211
|
| Sonora |
182052
|
1822
|
| Tabasco |
25267
|
1501
|
| Tamaulipas |
79384
|
2244
|
| Tlaxcala |
4016
|
764
|
| Veracruz |
71699
|
6215
|
| Yucatán |
38402
|
1364
|
| Zacatecas |
73252
|
1278
|
Nicht nur geographisch, auch politisch und gesellschaftlich
ist Mexiko ein Land zwischen den beiden Hälften des Kontinents.
Und damit auch zwischen all den Vorstellungen und Idealen,
die diese zwei Welten wiederspiegeln. Besonders mit dem nördlichen
Nachbarn USA verbindet Mexiko seit jeher eine gewisse Haßliebe.
Dazu tragen verschiedene Aspekte bei. Zum einen besteht eine
große wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA,
besonders seit der Schaffung der Freihandelszone NAFTA bietet
sich hier ein riesiger Absatzmarkt für mexikanische Produkte.
Aber auch mit Dienstleistung und dem gesamten Tourismussektor
werden hohe Umsätze erwirtschaftet. Für US-Bürger
ist Mexiko, wenn sie nicht gleich im eigenen Land bleiben
wollen, ein günstiges und nahes Reiseziel. Speziell in
Cancún, Acapulco und Huatulco hört man in den
Sommermonaten kaum noch ein spanisches Wort. Soviel Geld all
die Touristen auch bringen, genauso hart ist natürlich
auch der Ausverkauf dieser Gegenden, in denen der US-Dollar
völlig gängiges Zahlungsmittel ist.
Auch die politische Lage ist manchmal etwas heikel, wobei
Mexiko doch meist recht konsequent seine Position vertritt.
Denn Mexiko ist nicht nur Mitglied der NAFTA sondern auch
(mit Kolumbien, Panama und Venezuela) der "Contadora",
die die Interessen der mittelamerikanischen Staaten vertreten
soll. Ein weiteres Beispiel ist die Verbindung zu Kuba, zu
dem Mexiko, trotz völliger Isolation durch die USA, nie
seine diplomatischen Beziehungen abgebrochen hat.
Leider setzt sich die Spaltung sogar teilweise im eigenen
Land fort. Auch wenn die Mexikaner stark an ihrer eigenen
- wesentlich größeren und reicheren - Kultur und
Tradition festhalten liebäugeln sie doch auch gerne mit
dem american way of life. Vor allem im reicheren Norden des
Landes bevorzugt man immer öfter das manchmal bequemere
und luxoriösere "westliche" Leben. Der ärmere
Süden dagegen, der von den Tourismus-Dollars nicht viel
abkriegt und meist noch von einfachem Ackerbau lebt, ist noch
wesentlich stärker mit den anderen lateinamerikanischen
Staaten verbunden. Die Menschen, meist indianischer Abstammung,
haben die gleichen Wurzeln, haben heute die gleichen sozialen
Probleme und kämpfen zusammen für das Überleben
ihrer alten Kultur.
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